• Der Fischerei-Verein Euskirchen e.V. ist Pächter der Fischereirechte an der Erft im Gebiet der Stadt Euskirchen. Er hat die Fischereirechte erstmals am 1. Januar 1990 von der Fischereigenossenschaft Euskirchen gepachtet, die als Fischereiberechtigte alle Fischereirechte an den Fließgewässern im Gebiet der Stadt Euskirchen verwaltet. Der derzeitige Pachtvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2018.
  • Die Pachtstrecke beginnt an der Stadtgrenze Bad Münstereifel/Euskirchen, durchfließt das Gebiet der Stadt Euskirchen und endet an der Stadt-/Gemeindegrenze Euskirchen/Weilerswist. Die Fischereigrenzen sind mit Grenzpfählen in auffälliger Leuchtfarbe markiert.
  • Die Pachtstrecke hat eine Länge von 11.070 m. Bei einer durchschnittlichen Breite von drei bis vier Metern bei Mittelwasserführung ergibt sich eine Gesamtwasserfläche von rund vier Hektar. Die Pachtstrecke durchfließt den Gebirgsfuß der Nordeifel. Sie beginnt auf einer Höhe von etwa 210 Metern über Normal Null und endet auf einer Höhe von etwa 140 Metern über Normal Null. Die Pachtstrecke weist also ein Gefälle von rund 70 Metern auf. Typologisch gehört sie zu den karbonatischen Mittelgebirgsbächen. Die Pachtstrecke ist bis zur Einmündung des Veybach der Forellenregion (limnologisch: Meta-Rhithral) zuzuordnen, unterhalb der Veybacheinmündung ist die Pachtstrecke der Äschenregion (limnologisch: Hypo-Rhithral) zuzuordnen. Die Ertragsmöglichkeiten liegen bei 30 kg je Hektar und Jahr.
  • Während oberhalb der Veybacheinmündung ein eher typischer Fischbestand in der Pachtstrecke vorherrscht (Bachforelle, Elritze, Mühlkoppe, Schmerle und Bachneunauge), finden sich ab der Veybacheinmündung neben den genannten Arten zusätzlich Weißfische (Hasel und Döbel) und Regenbogenforellen in größerer Anzahl. Die Herkunft der Regenbogenforellen ist ungeklärt.
  • Die Erft ist ein so genanntes Hegeplangewässer. Für Hegeplangewässer haben die Fischereiberechtigten (Fischereigenossenschaften) Hegepläne aufzustellen, die der Genehmigung durch die obere Fischereibehörde (Bezirksregierung) bedürfen. Der aktuelle Hegeplan für die Erft kann im internen Downloadbereich heruntergeladen werden. Für Erftangler enthält er wertvolle Informationen über die Pachtstrecke, insbesondere über das Inventar an Fischen und an Wirbellosen („Insekten“).
  • Im Hegeplan für die Erft ist ein Höchstbesatz von 625 Bachforellenbrütlingen je Hektar festgesetzt. Eingesetzt werden jährlich seit 2013 in 20 Besatzstellen 2.500 Bachforellenbrütlinge.
  • Darüber hinaus befindet sich in der Pachtstrecke eine 200m lange Probestelle, in der in dreijährigem Zyklus Fischbestandsuntersuchungen zur Überwachung der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie stattfinden. Die Untersuchungen werden vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUV) oder von durch das LANUF beauftragten Biologen durchgeführt. Die Probestrecke liegt in Kessenich etwa 200m oberhalb des Funkturms.