• Der Fischerei-Verein Euskirchen e.V. hat von der Stadt Euskirchen das Teichgrundstück bis zum 31. Dezember 2018 gepachtet. Zur Speisung der auf dem Teichrundstück befindlichen Teiche hat der Verein von der unteren Wasserbehörde des Kreises Euskirchen eine bis zum 30. Juni 2020 befristete wasserrechtliche Erlaubnis erhalten, nach der Wasser aus dem Steinbach entnommen (bis 6,7 l/s = rd. 211.000 m3/a) und nach Durchfließen der Teiche wieder in den Steinbach eingeleitet werden darf. Die wasserrechtliche Erlaubnis enthält 32 Nebenbestimmungen (Bedingungen und Auflagen), die vom Verein einzuhalten sind (z. B. kein Aufstau des Steinbachs, kein messbarer Gütesprung des Gewässers zwischen Entnahme und Einleitung, keine intensive künstliche Zufütterung).
  • Die Teichanlage wurde in der jüngeren Vergangenheit eher planlos bewirtschaftet. Es wurden Fische eingesetzt ohne deren Art zu bestimmten („Zander“ aus dem Abfischen des Waldfreibads), in andere Teiche wurden Jungfische eingesetzt. Es fehlen aber Aufzeichnungen mit der Folge, dass keiner genau wusste, wer wann was in die Teiche eingesetzt hat. Bei der Bewirtschaftung wurden auch Nebenbestimmungen der wasserrechtlichen Erlaubnis nicht beachtet, es wurde beispielsweise intensiv zugefüttert.
  • Dieser Zustand ist abgestellt. Die Wasserflächen der Teiche wurden ausgemessen. Insgesamt verfügen die Teiche über 1.241 m2 Wasserfläche, die beiden oberen Teiche (am Vereinsheim) haben zusammen eine Wasserfläche von 409 m2, die beiden unteren Teiche (am Eingang) 832 m2. Die Teiche wurden einer Ertragsklasse (schlechte Teiche bis 50 kg/ha/a) zugeordnet. Danach weist die gesamte Teichanlage eine natürliche Ertragsfähigkeit von 6,21 kg/ha/a auf. Auf Deutsch: Ohne Zufüttern lässt sich ein jährlicher Zuwachs an Fisch im Umfang von rund 6 kg erzielen! Weiterhin wurde die Teichanlage 2011 abgefischt (siehe Mitgliederbrief 4/2011 Nr. 6). Der dafür zu treibende Aufwand allein beim Abfischen (tagelanges Pumpen, mehrmaliges elektrisches Befischen aller Teiche) steht in keinem Verhältnis zum Ertrag. Das hat den Vorstand bewogen, nur noch die unteren Teiche zu bewirtschaften und die oberen Teiche als Zierteiche auszugestalten (siehe Mitgliederbrief 5/2011 Nr. 5). Die unteren Teiche lassen sich durch Ziehen der Bretter im Mönch ohne viel Aufwand nahezu vollständig leeren, die Fische können leicht entnommen werden. Dort sollen bei nächster Gelegenheit Satzschleien (etwa 50 S1 je Teich) eingesetzt werden, dazu einige Rotfedern zur Bekämpfung des Wasserpest. Schließlich wurde im Jahr 2012 durchgehend die Wassertemperatur aller Teiche gemessen, um eine breitere Erkenntnis über die Produktivität der Teiche zu erhalten. Das Ergebnis ist nachfolgend dargestellt.
  • Teichanlage - Abmessungen und weitere Informationen als pdf-Dokument